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Buzios Die Perle Am Atlantic

Buzios - Eine Perle Am Atlantik

Buzios Die Perle Am Atlantic

Búzios – eine Perle am Atlantik

Vielleicht haben Sie den Namen Búzios noch nie gehört? „Wer kennt schon jedes Kaff in Brasilien“, werden Sie vielleicht mit Recht denken. Ich kann es auch nicht beurteilen, ob es eigentlich ganz gut ist, dass „mein“ Búzios noch nicht so bekannt ist. Vielleicht wäre es dann wirklich bereits so zugebaut, wie Städte mit den Zaubernamen, wie Saint Tropez, Nizza oder Cannes.
Ein kluger Kopf aus dem Planungsausschuss für die kleine Stadt auf der Halbinsel bei Rio de Janeiro, hat bereits vor Jahren bestimmt, dass in Búzios keine Gebäude mit mehr als zwei Stockwerken, also einem Erdgeschoß und einer ersten Etage gebaut werden dürfen, wobei die erste Etage nur maximal 50% der Grundfläche des Erdgeschosses haben darf. Das hat gewirkt. Die großen Hotelbunker sind hier nicht realisiert worden, was so mancher Hotelkette bestimmt ein Dorn im Auge ist. Aber so hat sich Búzios seinen liebreizenden Charakter eines Fischerdorfes wenigstens in Teilen bewahren können und die Fischer sind immer noch ansässig und tätig, fahren jede Nacht hinaus und der Fisch kommt hier wirklich fangfrisch nicht nur auf den Tisch des Hotelgastes, sondern landet zu vernünftigen Preisen in jedem Haushalt.

Es gibt hier dreiundzwanzig Strände, wenn die erste Häuserzeile jedes Strandes mit Hotelboxen zugebaut wäre, könnte ich von meinem kleinen Hügel das Meer wohl gar nicht mehr sehen.
„Kommen denn dann überhaupt Gäste“, fragt sich jetzt ein kluger Kopf. Nun, in Wahrheit ist es so, Búzios stößt an seine Grenzen, jedenfalls in der Hochsaison. Eigentlich hat das Städtchen nur 25.000 Einwohner, aber in der Hauptsaison schwillt die Bevölkerung mit allen Gästen um über 300.000 Besucher an, manchmal zählt man hier dann 350.000 Menschen, die sich an Stränden, in Hotel, in Pensionen, Restaurants und auf den Flaniermeilen tummeln. Es gibt hier Zeiten, da liegen im Mariner und dem Yachtclub wirklich sehenswerte Boote und zwar dicht an dicht.
Das ist die Zeit, wenn die Reichen nach Búzios kommen, um „arme Leute“ zu spielen. Böse Zungen behaupten allerdings, es gäbe auch verlängerte Wochenenden, wenn hier die „armen Leute“ einfallen, um sich ein paar Tage wie „reiche Leute“ aufzuführen.

Welche Realität mir dabei am besten gefällt, weiß ich auch noch nicht. Aber wenn ein bekannter Schauspieler in einer abgerissenen Bermudashorts unbehelligt am Strand entlang zieht, oder in einem Restaurant sitzt, ohne ein Blitzlichtgewitter sämtlicher zur Verfügung stehender Paparazzi auszulösen, spricht das schon für die Diskretion der Anwohner.
Kann aber auch sein, dass die „Buzianer“ einfach schon alle Schauspieler, Sänger, Models der Welt so oft hier gesehen haben. Man lässt sie einfach Mensch sein und das ist gut so.
Anders dagegen sieht es auch, wenn die Putzfrau hierher kommt und dann am Preis der Ersteklasse-Austern herummäkelt. Zwei Welten, zwei Spielarten, der gleiche Ort.