Buzios - Gesunde ErnaehrungBevor der ganze Rummel mit der Entdeckung Brasiliens einsetzte, waren hier in Búzios die Indios ansässig und zwar ein Stamm der den Namen Caiçara trug. Die Indios waren die Caiçaras. Das alles ging bis Anfang des 15. Jahrhundert gut. Der Stamm ging zwar jagen, aber eine Hauptnahrungsquelle ist das Meer gewesen. Aus diesen Tagen hat sich bis heute ins 21. Jahrhundert ein typisches buzianisches Gericht erhalten. Meeresfisch wird in einem Bananenblatt mitsamt einer Kochbanane eingewickelt und in der Glut gekocht oder in heißem Wasser gekocht. Dazu wurde ein geröstetes Maniokmehl gereicht und – tja Bier hatten die wohl keines, also Wasser oder Kokosnussmilch oder vielleicht an besonderen Tagen etwas Vergorenes getrunken. Wer weiß das so genau. Aber worauf es mir ankommt, dass eben dieses Fischgericht auch heute noch traditionell in Búzios angeboten wird. Die Fische waren meistens Sardinen oder Seelachs, also beides Fische mit einem bemerkenswert hohen Omega 3 – Gehalt. Wer sich in Ernährungsfragen ein wenig auskennt, weiß, dass heute nicht ohne Grund Nahrungsergänzungsmittel angeboten werden, die in den unterschiedlichsten Dosierungen Omega 3 enthalten. In der Liste der Tiere, die einen besonders hohen Omega 3 Gehalt aufweisen, stehen unglücklicher Weise die Robben an oberster Stelle. Wenn ich Ihnen nun verrate, dass selbst 2008 in Kanada die Erlaubnis erteilt wurde, 250.000 Robben auf die brutalste Art abzuschlachten, so haben Sie das bestimmt im Fernsehen verfolgen können. Wenn ich Ihnen aber sage, dass von den Robben nicht ein Gramm Omega 3 gewonnen wird, die gehäuteten Tiere als Kadaver liegen bleiben und nur die Felle mitgenommen werden, dürfte das nicht nur Sie erschrecken. Wir Menschen haben seit dem Abschlachten der nordamerikanischen Bisonherden nichts dazu gelernt. Der schnelle Reibach wird gemacht, ein Riesenschaden angerichtet, das Beste bleibt liegen und die Menschheit wird danach mit teurem synthetisch hergestelltem Omega 3 ernährt. Auch vor Búzios hat die industrielle Fertigung der Grundnahrungsmittel bzw. deren Verteilung durch die Supermärkte nicht Halt gemacht. Sojabohnen und die zum täglichen Bedarf gehörenden schwarzen Bohnen werden in industriellem Maßstab in Brasilien angebaut und vertrieben. Bohnen lassen sich sehr viel leichter für die Masse von Menschen anbauen, als zum Beispiel Maniokwurzeln. Wenn zu meiner Kindheit zumindest einmal in der Woche Fisch auf den Tisch kam – da hatte die katholische Kirche mit der Lobby der Fischereiinhaber einen Deal gelandet, so kommt in Búzios zwei bis dreimal die Woche Fisch auf den Speiseplan. Die Meeresnähe macht es und so kann man davon ausgehen, dass sich auch heute noch die Buzianer was Omega 3 angeht, gesünder ernähren, als der
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